Willkommen in Australien!

Henriette aus Berlin ging 2009 als Au Pair zunächst für drei Monate nach Australien. Ihr gefiel es bei ihrer Gastfamilie in Newport Beach so gut, dass sie noch vor Ort verlängerte. Wieder zurück in Deutschland packte sie das Fernweh. Aber dagegen gibt es Abhilfe: Sie blieb mit ihrer Gastfamilie und ihren Freundinnen in Kontakt. Jetzt plant sie für 2012 eine Australien-Reise. Sie freut sich jetzt schon darauf, ihre Gasteltern und Gastkinder bald wiederzusehen.



Henriette in AustralienMeine Zeit zwischen Studium und Referendariat wollte ich nutzen, um mehr von der Welt zu sehen. Da ich schon im Jahr 2004 eine super Zeit als Au Pair in Dublin hatte, entschied ich mich im Februar 2009, auf die Suche nach einer Gastfamilie zu gehen, die ein Au Pair für den kurzen Zeitraum von drei Monaten aufnehmen würde.

Alles passte: ab nach Sydney!

Ich hatte schon viel über das Leben ins Australien gehört und gezielt nach einer Familie “Down Under” gesucht. Die meisten Familien suchten Au-Pairs für 6-12 Monate, doch ich hatte Glück und fand genau eine Familie, die in mein Profil passte. Zu diesem Zeitpunkt war die Gastmutter schwanger mit Zwillingen und suchte für die ersten drei Monate nach der Geburt ein Au Pair für die Unterstützung mit den älteren zwei Jungen (2 und 6 Jahre). Wir schrieben uns einige Mails, alles passte, und ich buchte meinen Flug nach Sydney!

Zwillingsmädchen erblicken das Licht der Welt

Fünf Monate und viele Mails später kam ich in Newport Beach/Sydney an und lernte meinen Gasteltern persönlich kennen. Newport ist ein Vorort an den Northern Beaches und liegt 30 km nördlich vom Stadtzentrum. Die Zwillinge waren noch nicht auf der Welt und somit konnte ich mich erst einmal einleben und den Tagesablauf kennenlernen. Zehn Tage später war es so weit und die Zwillingsmädchen erblickten das Licht der Welt.

Ich kümmere mich um die älteren Jungs

Zu Beginn meines Aufenthalts kümmerte ich mich ausschließlich um die beiden großen Jungen. Das hieß: 6:30 Uhr aufstehen, gemeinsames Frühstück, Lunchbox packen, anziehen, den 6-Jährigen zur Schule bringen, mit dem 2-Jährigen auf den Spielplatz oder an den Strand, Lunch für den Kleinen zubereiten, Mittagschlaf für den Kleinen oder manchmal uns beide, nachmittags dann den Großen aus der Schule abholen. Jetzt noch ein bisschen auf den Spielplatz oder zu Hause spielen, und dann kam auch schon mein Gastvater nach Hause und half mit. Abends gab es immer ein gemeinsames Essen, ein Gläschen Wein und manchmal auch einen Film.

Ein Leben ohne die Kinder: nicht vorzustellen!

Oft half ich freiwillig noch beim Füttern der Zwillingsmädchen und quatschte nebenbei mit meiner Gastmutter. Später übernahm ich auch oft die Zwillinge: füttern, wickeln, schlafen legen, füttern, wickeln, schlafen legen usw.! Ich vergötterte die Kleinen sehr und konnte mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Aber natürlich war es auch oft ziemlich stressig. Doch ich hatte Glück, denn meine Gastmutter wollte die Kinder nicht an das Au Pair abschieben, sondern brauchte einfach nur Hilfe im Haushalt bzw. bei der Kinderbetreuung.

Ich fühlte mich wie ein Familienmitglied

Ich liebte mein Leben in Newport: 15 Minuten Fußweg zum Strand, 45 Minuten mit dem Bus ins City Center von Sydney und super schönes Wetter. Mit meinen Gasteltern baute ich eine freundschaftliche Beziehung auf. Wir hatten gemeinsam viel Spaß und redeten über alles. Auch die Großeltern spielten eine große Rolle im Leben der Familie. Ich fühlte mich schon nach einigen Tagen wie ein Familienmitglied. Wir fuhren gemeinsam mit den Großeltern und allen vier Kindern für ein paar Tage auf eine Farm, an den Wochenenden hatten wir oft BBQ-Abende und machten einige gemeinsame Bootsausflüge!

Sightseeing-Programm am Wochenende

In meiner Freizeit traf ich mich mit einer Gruppe aus finnischen und englischen Mädels. So mussten auch die finnischen Mädchen Englisch sprechen. Alle vier lebten in finnisch-australischen Familien und sprachen mit ihren Gastkindern überwiegend in ihrer Muttersprache und natürlich auch untereinander nur in Finnisch! Wir unternahmen am Wochenende viel gemeinsam. Wir gingen shoppen, tanzen, ins Kino oder erkundeten Sydneys Sehenswürdigkeiten: Opera House, Harbour Bridge, Town Hall, Kings Cross, Zoo, Wildlife, Aquarium, China's Town, Sydney Tower, Palm Beach, Bondi Beach, Manly, The Rocks, Royal Botanic Gardens und, und, und.

Finnische Mädchen werden meine Freundinnen

Wir haben wirklich alles gesehen. Dann ging es gemeinsam ein Wochenende in die Blue Mountains zum Wandern, Absailing und Canyoning, was für ein Spaß! Manche Wochenenden verbrachten wir auch im Hostel, um nachts keinen langen Heimweg zu haben. Vor allem mit den finnischen Mädchen entstand eine enge Freundschaft. Wir verbrachten auch oft Zeit in Newport und gingen an den Strand, Essen oder machten uns einen netten Abend im Haus meiner Gasteltern mit Popcorn und DVDs. Sechs Monate nach meiner Abreise traf ich sie alle in Finnland für einen gemeinsamen Roadtrip wieder!

Drei Monate gingen viel zu schnell zu Ende

Die drei Monate vergingen wie im Flug und ich packte meine Koffer für meine Campervan-Tour von Sydney nach Cairns. Meine Gastfamilie organisierte eine Abschiedsfeier mit meinen besten Freundinnen und der Familie. Wir hatten einen tollen Abend und zusätzlich nahmen sie sich einen Nachmittag Zeit und wir fuhren zu dritt mit dem Boot zu einem netten Fischrestaurant. Der Abschied fiel uns allen sehr schwer.

Blick auf das Meer in Australien

Erst Urlaub, dann die Verlängerung!

Doch für mich war die Zeit in Australien noch nicht beendet. Eine Freundin aus Deutschland begleitete mich und wir reisten vier Wochen die Ostküste entlang. Mit meiner Gastmutter schrieb ich mir jeden Tag SMS und wir telefonierten ständig! Am Ende der Reise entschied ich mich, meinen Aufenthalt zu verlängern und zurück zu meiner Gastfamilie zu gehen. Somit verbrachte ich Weihnachten mit meiner australischen Familie und Silvester mit meinen finnischen Girls. Es war einfach nur traumhaft! Vor allem das Feuerwerk über der Harbour Bridge, bei 30° C im Schatten, zu bewundern.

Ich plane meinen Australien-Urlaub 2012!

Doch dann folgte der endgültige Abschied und ich flog zurück nach Deutschland. Nun bin ich schon seit achten Monaten zurück, doch dank der modernen Technik bin ich immer auf dem neusten Stand. Die Zwillinge sind inzwischen schon über ein Jahr alt und auch die Jungen werden immer größer... Ich liebe es, sie beim Videochat zu sehen und plane meinen Australien-Urlaub 2012! Obwohl ich natürlich am Liebsten gleich die Koffer packen und in einen Flieger steigen würde.

Ich rate jedem, auch Au Pair zu werden!

Ich würde jedem raten, das Abenteuer Au Pair zu wagen. Hilfreich ist es natürlich, wenn schon Erfahrungen beim Babysitten oder in anderen Bereichen der Kinderbetreuung gesammelt wurden. Als ich das erste Mal als Au Pair ins Ausland ging, waren meine Englischkenntnisse sehr schlecht, doch mit Hilfe der Gastfamilie, dem englischen Fernsehen und dem Besuch einer Sprachschule lernte ich schnell. Seitdem habe ich großen Spaß daran, Englisch zu sprechen und möchte weiterhin versuchen, meine Sprachkenntnisse auszubauen. Ich wünsche euch allen eine tolle Zeit als Au Pair. Enjoy yourself!

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